Parteiunabhängige Regionale Offensive
für eine leistungsfähige Mühlviertler Schnellstraße
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S 10: Für den Transit oder für uns???

Die Region Freistadt leidet seit Jahren massiv an der völlig überlasteten und gefährlichen Straße B 310 (früher B 125). Tagtägliche Staus und viele Unfälle mit vielen Verletzten, leider auch mit Toten, sind Tatsachen. Eine leistungsfähige Straße ist überfällig …

Trotz der prekären Situation behaupten einige der mittlerweile 11 Bürgerinitiativen rund um die geplante Mühlviertler Schnellstraße S 10, dass die S 10 vorwiegend für den Transit gebaut werden würde und dass die S 10 starken zusätzlichen Verkehr anziehen würde. Emotionen werden geschürt.

Wir wollen objektivieren. Dazu empfiehlt es sich, die derzeitigen und die prognostizierten Verkehrsströme zu analysieren (Quelle: Korridoruntersuchung des Landes OÖ 2001):

Wer benutzt derzeit die B 310 in Freistadt?

·            19.292 Fahrzeuge = 94,4 % Lokalverkehr (Ziel- und/oder Ausgangsort in der        Region)

·          1.140 Fahrzeuge = 5,6 % Durchgangsverkehr, davon ca. 1 %-Punkt           Transitverkehr (leider gibt es dazu keine genauen Daten)

Unter Durchgangsverkehr  versteht man Fahrzeuge, die die Region zwischen der Staatsgrenze bei Wullowitz und dem Autobahnende der A 7 bei Unterweitersdorf durchfahren. Davon ist ein geringer Teil Transit, nämlich Fahrzeuge, die Österreich „überqueren“. Der restliche, weitaus überwiegende Durchgangsverkehr sind Fahrzeuge, die einen Ausgangsort bzw. Zielort in Österreich haben, nicht allerdings in der Region zwischen Wullowitz und Unterweitersdorf. Gegen diesen Durchgangsverkehr wird kaum ein vernünftiger Mensch Einwendungen erheben, da über diesen Verkehr die Handels- und Dienstleistungsbeziehungen (Exporte und Importe) abgewickelt werden. Genau von diesen Import- und Exportgeschäften leben ja die österreichische Wirtschaft und ihre Arbeitnehmer.

In Lest fuhren im Jahr 2000  11.759 Fahrzeuge, davon 9,7% Durchgangsverkehr. 2015 werden für Lest 24.979 Fahrzeuge auf der  S10 prognostiziert, davon 17,6% Durchgangsverkehr. 2030 werden 36.145 Fahrzeuge erwartet, davon 18,3% Durchgangsverkehr.

Über den Anteil des Transit am Durchgangsverkehr gibt es keine genaueren Prognosen. Der Transit wird sicher auch steigen, aber trotzdem auch künftig nur einen Anteil von etwa 5%(!) des Gesamtverkehrs ausmachen. Der Transit wird weit weniger steigen als der Lokalverkehr.

Fazit: Wir Menschen in der Region brauchen jetzt und künftig die S10, und zwar zu rund 80 bis 90 %!

Alles andere ist Panikmache!

Wer kann es verantworten, dass die Entwicklung der Region noch länger gehemmt wird?

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TEN –Schreckgespenst oder Goldgrube?

Immer wieder bringen Gegner des Baues der Mühlviertler Schnellstraße S 10 das angebliche Schreckgespenst „TEN“ zur Sprache. TEN bedeute Transithölle,….

Wir als überparteiliche Initiative „Pro S 10“ möchten gerne aufklären, was „TEN“ bedeutet und damit zur Objektivierung der Diskussion beitragen …

TEN ist die Abkürzung für Trans-Europäische Netze, eine Gemeinschaftsmaßnahme der EU zur Förderung der für den Binnenmarkt nötigen Verkehrsnetze. Dies betrifft die Straße, die Schiene, die Wasserstraßen und den Luftverkehr. Die Bau- und Ausbaumaßnahmen sollen EU-weit koordiniert erfolgen. Das macht Sinn. Das Verkehrsministerium hat im Oktober 2000 der Europäischen Kommission vorgeschlagen, die S 10 in das TEN aufzunehmen. Die Summerauerbahn ist bereits TEN-Route.

Welche Auswirkungen hat  nun TEN?

TEN bewirkt, dass bares Geld in die Region fließt: Die EU zahlt bis zu 50 % der Planungskosten und bis zu 20 % der Baukosten!! Da wir nachweislich die S 10 auch künftig zum weitaus überwiegenden Teil für unseren lokalen Verkehr brauchen werden und nur zu maximal etwa 5 % Transitverkehr rollen wird, wären wir doch sehr dumm, wenn wir uns gegen TEN wehren würden. TEN wird auch keinen zusätzlichen Transit anziehen. Denn: Die Auswahl einer Straßenroute durch Lenker erfolgt sicher nicht danach, ob die das Straßenstück zum TEN gehört oder nicht. TEN wird auch nicht dazu führen, dass wir nicht mehr in Österreich selbst Verkehrsbeschränkungen verfügen können. So bestehen für TEN keinerlei europäische Vorschriften über Fahrbeschränkungen für den Güterverkehr. Nationale Wochenend- und Nachtfahrverbote sind nach wie vor möglich.

TINA (Transport Infrastructure Needs Assessment) sind die Hauptverkehrsachsen der EU-Beitrittskandidaten und haben die gleiche Bedeutung wie TEN. Tschechien hat die Straße von Budweis bis Wullowitz bereits zur TINA-Strecke erklären lassen, um sich Förderungsmittel zu sichern. Sollten wir das Geld sausen lassen?

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Umfrage beweist: 82 % wollen vierspurige S 10

Die Gegner oder Verzögerer einer Mühlviertler Schnellstraße S 10 lassen manchmal den Eindruck entstehen, die Region Freistadt wolle gar keine neue vierspurige S 10. Diese Gegner artikulieren sich lautstark. Wir, der Verein Pro S 10, geben der schweigenden Mehrheit eine Stimme: der weitaus überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung, die einen raschen Bau der S 10 will.

Endlich wissen wir, für wie viele Bewohner wir uns einsetzen. Eine brandaktuelle Studie des Meinungsforschungsinstitutes IMAS aus dem November 2002 gibt Aufschluss. 500 Bewohner aus den am stärksten betroffenen Gemeinden Freistadt, Grünbach, Hagenberg, Hirschbach, Kefermarkt, Lasberg, Leopoldschlag, Neumarkt, Rainbach, Sandl, St. Oswald, Unterweitersdorf, Waldburg und Windhaag wurden befragt. 93 % halten den Ausbau der Straßenverbindung zwischen Unterweitersdorf und Wullowitz für sehr bzw. ziemlich wichtig. Sogar 83 % der Unterweitersdorfer und Hagenberger Bevölkerung, deren Heimatgemeinden durch die A7 bestens erschlossen sind, halten dies für wichtig!

6,3mal so viele wollen lieber Neubau statt Ausbau: 82 %

Gefragt wurde schließlich, ob eine neue vierspurige Straße mit Mitteltrennung und Pannenstreifen bevorzugt wird, oder der Ausbau der bestehenden B 310. Das Ergebnis ist mehr als eindeutig. Mit 82 % der Bevölkerung bevorzugen 6,3mal so viele den Neubau der Schnellstraße als den Ausbau der B 310 (13 %). Die klare Mehrheit steht demnach voll und ganz hinter den Planungen des Landes. Für Gabriele Lackner-Strauss als Obfrau des überparteilichen Vereines PRO S 10 ist nun eindrucksvoll bewiesen, dass PRO S 10 für die ganz große Mehrheit von 82 % der Bevölkerung spricht.

Übrigens: die Bevölkerung fürchtet die Sicherheitsmängel der B 310: 91 % halten die derzeitige Straße für überdurchschnittlich gefährlich. Die Zeit drängt also.

Der Vorstand von PRO S 10 fühlt sich in seiner Arbeit bestärkt und wird weiter für einen raschen Bau einer vierspurigen S 10 kämpfen.

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S 10: Alle 2,6 Tage ein Verletzter
Sicherheit muss Vorrang haben

Unbestritten sind Autobahnen und vierstreifige Schnellstraßen mit Mitteltrennung und Standstreifen die sichersten Straßen mit den wenigsten Unfällen, Verletzten und Toten.

Unbestritten ist auch die B 310 zwischen Unterweitersdorf und Wullowitz eine der gefährlichsten Straßenstücke Österreichs. Ein Blick in die Unfallstatistiken beweist das.

Zwischen 1990 und 2000 hatten wir zu verzeichnen:

  • 910 Unfälle mit Personenschäden
  • 16 Tote
  • 1398 Verletzte, d.h. alle 2,6 Tage ein Verletzter!

In Relation zur Anzahl der Verkehrsunfälle im Jahr 1990 lag laut Unfallstatisik Österreich (KfV, BMI, AUVA) – siehe Grafik – die Anzahl der Verkehrsunfälle auf der B 310 seit 1990 fast immer über dem gesamtösterreichischen Wert. Nur Dank Einrichtung der VAAST (Autobahngendarmerie-Dienststelle) in Neumarkt konnte die enorme Steigerung von Unfällen eingebremst werden. Dennoch: Jeder Unfall, jeder Tote, jeder Verletzte ist noch zuviel. Die Zeit läuft.

Wer bitte kann verantworten, dass durch unnötige Verzögerungen bei der Planung und damit dem Bau der S 10 Verkehrsunfälle vermieden werden? Die 11 Bürgerinitiativen, die gegen den Bau der S 10 oder bestimmte Trassen eintreten, haben sich auch diese Verantwortung dringend zu vergegenwärtigen! Wir, die überparteiliche Initiative Pro S 10, setzen uns für den raschen Bau der Mühlviertler Schnellstraße S 10 ein. Unterstützen Sie unser gemeinsames Anliegen und treten Sie unserer Initiative bei!

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Gerade die regionale Wirtschaft braucht rasch die S 10

Wer kennt eine wirtschaftlich florierende Region, ohne leistungsfähige Anbindung an das Straßenverkehrsnetz? - Großes Schweigen. Denn eine solche gibt es nicht.

Es gibt nur wenige Wirtschaftszweige, die ohne gute Straßenverbindung auskommen. Die meisten Unternehmen siedeln sich dort an, wo sie von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern relativ schnell erreicht werden können. Lange Verkehrswege und Staus bedeuten erhöhte Kosten, die bei hartem Wettbewerb oft nicht unterzubringen sind. Das sind Fakten.

Wir beklagen, dass heimische Betriebe teilweise absiedeln, neue Betriebe schwer anzusiedeln sind. Die Arbeitnehmer ziehen zu den Arbeitsplätzen in den Zentralraum, die Nahversorgung ist gefährdet, die Gemeinden erlösen weniger Steuern, die Grundstücke werden entwertet,… Eine Spirale nach unten droht zu entstehen. Freilich ist die funktionsfähige Straße nicht die einzige Voraussetzung für wirtschaftliche Belebung, aber doch eine der elementarsten. Wir haben da großen Nachholbedarf.

Wirtschaftsachse Linz – Freistadt - Prag

Mit dem EU-Beitritt Tschechiens rückt das Mühlviertel praktisch vom Grenzland ins Zentrum Europas. Gerade unser Bezirk Freistadt hat die Chance, dass sich von Linz über Hagenberg, Freistadt, Budweis bis Prag eine wirtschaftlich starke Achse entwickeln kann. Unabdingbare Voraussetzung ist aber eine leistungsfähige S 10.

Die Wirtschaftskammer Freistadt wird, gemeinsam mit dem Regionalmanagement, eine großen Gemeindeverband „INKOBA“ gründen (=INterKOmmunale BetriebsAnsiedelung). Darin schließen sich fast alle Gemeinden des Bezirkes zusammen und erschließen große Betriebsansiedelungsgebiete. Kosten und Steuererträge werden geteilt. Innovative und arbeitsplatzintensive Betriebe sollen angesiedelt werden. Heimische Betriebe können zuliefern. Eine Riesenchance für die Region. Unverzichtbare Voraussetzung ist aber die leistungsfähige S 10.

Auch zweigleisiger Ausbau der Summerauerbahn wichtig

Keiner will Verkehr, aber wir brauchen die Straße. Besonderes Augenmerk muss dem Schutz der von der neuen S 10 betroffenen Anrainern gelten. Sicher ist es auch sinnvoll, Güter weitgehend auf der Schiene zu transportieren. Daher setzen wir uns als überparteiliche Initiative Pro S 10 auch für einen mittelfristig zweigleisigen Ausbau der Summerauerbahn ein.

Lungau wäre ohne Tauernautobahn tot

Manchmal behaupten Straßenbau-Gegner, der Lungau verwünsche die Tauernautobahn. Freilich bringen der Lärm und die Abgase Nachteile mit sich. Nur: Gäbe es keine Tauernautobahn, wäre der Lungau wirtschaftlich tot. Durch die Talkessellage wäre es den dort ansässigen Betrieben ohne Autobahn unmöglich, Kunden- und Lieferantenmärkte einigermaßen verkraftbar zu erreichen. Ohne Autobahn wären viele Betriebe abgesiedelt, die Folgen wären dramatisch.

Der Bezirk braucht eine rasche vierspurige S 10. Das sehen laut Meinungsumfrage auch 82 % unserer Bevölkerung so. Ausreichender Schutz der vom Straßenbau betroffenen Bevölkerung ist wichtig. Genauso wichtig aber ist ein rasches Planungsverfahren und ein rascher Baubeginn.

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S 10 und Flaschenhals Linz

Was hilft eine 4-spurige Schnellstraße von Wullowitz bis Unterweitersdorf, dann stehen alle auf der A 7 in Gallneukirchen im Stau?! So hört man manchmal ein Argument gegen den Bau einer vierspurigen Mühlviertler Bundesstraße S 10.

Das Argument zieht allerdings nicht. Warum?